Der ganz normale Wahnsinn

Zwanzig Minuten machen manchmal den großen Unterschied. In zwanzig Minuten kann die Welt untergehen. Zumindest hier im Mama-Universum. Aufzeichnung des ganz normalen Wahnsinns…

13.05

Mein Mann ruft an. Er hat den Schultag überstanden und will nun den Heimweg antreten. Vorher fragt er noch an, wie es uns drei Damen ergangen ist. Die Große ist fröhlich und ohne Blessuren vom Kindergarten zurück, die Kleine hat am Vormittag ein bisschen geschlafen, und ich konnte somit zumindest ein bisschen ungestört im Haus werkeln. Waschmaschine und Spülmaschine laufen, das Mittagessen geht der Vollendung entgegen. Alles wunderbar, versichere ich ihm. Beruhigt fährt er los.

 

13.06

Das Baby fängt völlig unvermittelt an, wie am Spieß zu schreien. Die Große geht der Sache nach: „Maaaamaaaa, du musst sie wickeln!“

 

13.07

Das Mittagessen muss warten, alles wird ausgeschaltet. Kein Wunder, dass die Kleine brüllt: dank eines „Unfalls“ ist das Geschäft nicht nur in der Windel, sondern auch noch großzügig am Rücken verteilt. Selbstverständlich auch am Body und an der Strumpfhose und weiß Gott wo noch. Plan B tritt in Kraft: Das Baby muss SOFORT gebadet werden.

 

13.11

Die Große wird ins Kinderzimmer abkommandiert und muss Wechselkleidung und ein Handtuch holen, während ich die Babybadewanne vorbereite. Das Baby, vorläufig mit Feuchttüchern gesäubert, gluckst wieder fröhlich.

 

13.15

Alles ist bereit, das Baby kommt in die Badewanne. Leider hasst sie das Badewasser und brüllt wieder aus Leibeskräften. Der Versuch der Großen, sie mit einem Badespielzeug abzulenken, endet nur darin, dass ich auch komplett nass bin. Die Große trabt vorsichtshalber schnell wieder davon.

 

13.21

Das Expressbaden ist erledigt, die Kleine ist trocken, frisch angezogen und froh, dem Wasser entronnen zu sein. Sie fängt sofort an, ganz selig zu spielen. Die Große, der der „Mittagessenhunger“ wieder eingefallen ist, hat einstweilen eine Scheibe „Krickskracks“ (= Knäckebrot) geholt, und es geschafft, etwa die Hälfte davon zu essen. Der Rest liegt als Bröselspur auf dem Tisch, dem Stuhl und dem Boden. Na prima.

 

13.23

Die Brösel sind beseitigt, beide Kinder sitzen am Tisch, nun kann auch die Herdplatte wieder eingeschaltet werden. Lunch is on its way.

 

13.25

Der Papa, dem ja telefonisch gerade noch versichert wurde, dass alles in bester Ordnung ist, betritt das Haus. Die Kinder, in bester Laune, freuen sich ihn zu sehen. Er begrüßt auch mich, mustert mich von oben bis unten und fragt: „Warum bist du eigentlich total nass??“

… … …

F.R.A.G.    N.I.C.H.T.   ! ! ! ! !

… … …

KricksKracks

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein.

2 Kommentare zu “Der ganz normale Wahnsinn

  1. Schober Dagmar sagt:

    Hallo „EMI“,

    da fällt mir gleich das Lied von Reinhard Mey ein … „Aller guten Dinge sind drei“ 😉

    Verspätete herzliche Ostergrüße von Dagmar Schober

    Gefällt mir

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